Malteser aus Unterfranken bei bayernweiter Katastrophenschutzübung

Während Innenminister Joachim Herrmann sich die Abläufe im Sanitätszelt der Würzburger Malteser erklären lässt, sind die Einsatzkräfte ganz in die Behandlung der 'Verletzten' vertieft.
Bei der Katastrophenschutzübung der Malteser Bayern waren die Schweinfurter Malteser unter der Leitung von Stefan Rott (vorne im Bild) mit dem Unterkunftsmanagement für 370 Einsatzkräfte betraut.
Mit über 25 Einsatzkräften waren die Würzburger die größte Gruppe bei der bayernweiten Katastrophenschutzübung der Malteser. mit auf dem Bild auch das Team aus Estenfeld, das die weiteste Anfahrt zur Übung hatte.
Die Malteser aus Stadt und Landkreis Schweinfurt waren auch stark vertreten bei der Malteser-Übung in Münchsmünster

ünchsmünster/Unterfranken. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass der Zivil- und Katastrophenschutz vor großen Herausforderungen steht. Naturkatastrophen und humanitäre Einsatzlagen erfordern umfassende Maßnahmen der Hilfsorganisationen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Deshalb haben Malteser aus ganz Bayern Anfang Mai eine große Übung auf dem Gelände der Bundeswehr in Münchsmünster durchgeführt, um zwei verschiedene Konzepte der Abwicklung von Schadenslagen zu vergleichen.

Mit dabei die Malteser aus Würzburg, die mit über 25 Ehrenamtlichen die größte Helfendengruppe stellten. Es waren der Fernmeldezug mit seinem Einsatzleitwagen vor Ort sowie der Sanitätszug mit dem so genannten "Gerätewagen Sanität" vor Ort. Außerdem waren Malteser aus Stadt und Landkreis Schweinfurt unter der Leitung von Stefan Rott mit dem Unterkunftsmanagement für die 370 Einsatzkräfte beauftragt und daher schon am Donnerstag angereist waren, um die "Stuben" vorzubereiten. Das Team aus Estenfeld, Landkreis Würzburg, wurde mit dem Preis für die "weiteste Anfahrt" zur Übung ausgezeichnet. 

"Im Krisenfall müssen Einsatzkräfte die Lage beherrschen und schnell 'vor die Lage kommen', d.h. die zu erwartenden Szenarien und Entwicklungen schon durchdacht und vorbereitet haben", beschreibt Johannes Albert, Referent Notfallvorsorge der Malteser in Unterfranken, die ersten Stunden nach einem Krisenfall. "Egal ob bei einer Naturkatastrophe, einer humanitären Schadenslage oder bei Terrorlagen, wichtig ist, dass die Helfer genau wissen, was zu tun ist und auch wo und wie", so Albert weiter. Daher hatten die Organisatoren am Vormittag der Übung einen ausführlichen Theorieteil angesetzt, um die Ehrenamtlichen intensiv für das zu schulen, was am Nachmittag "gespielte Realität" werden sollte. "Das war sehr hilfreich", sagt Joachim Gold, ehrenamtlicher Stadtbeauftragter der Malteser Würzburg, rückblickend.

370 Einsatzkräfte, darunter fast 50 Verletztendarsteller, und 160 Fahrzeuge waren am Nachmittag dann im Einsatz. Innenminister Joachim Herrmann ließ sich die Unterschiede genau erklären und machte sich im Zelt der Würzburger Malteser ein Bild von den Abläufen: "Wir haben eine gemeinsame Verantwortung, Menschen in Not zu helfen", dankte Herrmann den Maltesern, dass sie diese groß angelegte Übung umsetzten. In einem nächsten Schritt werden die Malteser zusammen mit der Technischen Hochschule Würzburg/Schweinfurt und dem Bayerischen Zentrum für besondere Einsatzlagen (BayZbE) die Ergebnisse auswerten und unter anderem an das Ministerium übermitteln.